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Erasmus für Jungunternehmer

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Erasmus für Jungunternehmer

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Seit fünf Jahren existiert das Erasmusprogramm für Jungunternehmer. Dieses ermöglichte es bisher 3000 jungen Unternehmern, sich mit erfahrenen Unternehmern auszutauschen. Das ist in ganz Europa möglich. Es ist eine einmalige Erfahrung.

Seit einigen Monaten sieht man zahlreiche dieser Minibusse entlang der portugiesischen Küste fahren. Der größte Teil der Kundschaft sind Surfer. Ein junger Österreicher hatte die Geschäftsidee, nachdem er hier fünf Monate im Rahmen des Erasmusprogramms für junge Unternehmer verbracht hatte.

Eigentlich wollte Stefan eher als Finanzberater arbeiten, aber ihm wurde sehr schnell klar, dass es hier einen Markt gab und seine Erasmuserfahrung sollte ihm helfen. Stefan Koeppl, Co-Gründer von Indie Campers: “Auf der einen Seite konnte ich sehr viele generelle unternehmerische Fähigkeiten wie den Umgang mit Stakeholdern, den Umgang mit Mitarbeitern und Co-Gründern lernen und auf der anderen Seite landesspezifische Sachen, wie kulturelle Unterschiede oder auch verschiedene Finanz- und Fördermöglichkeiten kennenlernen.”

Zwei Jahre nach Gründung läuft das Unternehmen gut. Stefan hat drei Angestellte und hofft, bis kommenden Sommer weitere Stellen zu schaffen. Stefan und sein Geschäftspartner Hugo haben noch viel vor. Stefan Koeppl, Co-Gründer von Indie Campers: “Für die Zukunft planen wir, in Portugal weiter zu expandieren. Wir wollen aber auch neue Märkte erschließen, zum Beispiel Spanien, Frankreich oder Italien.”

Während seines Erasmusaufenthaltes fand Stefan Hilfe beim Chef einer Firma aus Lissabon, die im medizinischen Bereich tätig ist. Hans-Erhard Reiter unterstützte ihn bei der Entwicklung seines Geschäftsplanes. Sie treffen sich auch heute noch regelmäßig und Stefan betrachtet Hans als seinen Mentor.

Hans-Erhard Reiter, Direktor von linkedcare: “Ich kann ihm dabei helfen, die portugiesische Gesellschaft und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser zu verstehen. Er wiederum hilft mir, mit seinem Netzwerk im österreichischen Geschäftsfeld.”

Ein wichtiger Punkt ist der Ausdruck “Jung” in dem Erasmusprogramm. Es geht nicht ums Alter, sondern um die Erfahrung als Unternehmer. Ein Austausch kann bis zu sechs Monate dauern. Ein Teil der Kosten wird von der EU-Kommission getragen. Um sich für das Erasmusprogramm für Jungunternehmer zu bewerben, werfen Sie einen Blick auf die Internetseite erasmus-entrepreneurs.eu.

Hans-Erhard Reiter, Direktor von linkedcare: “Es geht darum, das richtige Profil zur richtigen Zeit zu haben. Das ist sehr wichtig. Denn der Erasmus-Teilnehmer braucht Hilfe, aber das Unternehmen, bei dem er den Austausch macht, sollte auch von ihm profitieren.”

Stefan Koeppl: “Der Schlüssel zum Erfolg ist für mich, immer ein offenes Ohr für die Ideen und Inputs von jedem zu haben, aber ganz speziell für seine Kunden.”