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IS-Milizen wollen offenbar auch erbeutete Kampfflugzeuge nutzen

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IS-Milizen wollen offenbar auch erbeutete Kampfflugzeuge nutzen

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Die IS-Milizen arbeiten offenbar daran, auch Kampfflugzeuge zu nutzen. Das geht aus einem Bericht einer oppositionsnahen syrischen Menschenrechtsorganisation hervor.

Demnach hätten Augenzeugen bei einem von den IS-Milizen kontrollierten Militärflugfeld nahe Aleppo mindestens einen Tiefflug eines älteren MiG-21- oder MiG-23-Kampfflugzeugs beobachtet.

Die IS-Verbände haben dort offenbar drei funktionstüchtige Maschinen erbeutet. Ehemalige Offiziere der irakischen Armee würden auf dem Flugfeld nun neue Piloten ausbilden, so die Beobachter.

Am Boden stellen die IS-Kämpfer ihre Schlagkraft auch ohne Luftunterstützung weiter unter Beweis. Im Irak kontrollieren die Dschihadisten inzwischen gut zwei Drittel der Provinz Anbar. Auch die Stadt Ramadi wappnet sich nun für eine erwartete große Offensive der Kämpfer.

In Kobani konnten die kurdischen Verbände der sogenannten Volksverteidigungseinheiten, die der PKK nahestehen, die militanten Islamisten hingegen weiter zurückdrängen. Während die IS-Milizen noch vor einer Woche fast die Hälfte der Stadt kontrollierten, soll es derzeit nur noch etwa ein Fünftel sein.

Großen Anteil daran hatten nach Pentagon-Angaben die gezielten und präsisen Luftangriffe. Die kurdischen Verteidiger riefen die Anti-IS-Koalition erneut dazu auf, die syrischen Kurden mit besseren Waffen auszustatten, weil die IS-Kämpfer jederzeit neue Verstärkung erhalten könnten.