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Liegt das Glück in guten Genen?

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Liegt das Glück in guten Genen?

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Glücklicher als die Dänen fühlt sich laut Umfragen und Studien kaum ein anderes Volk. Jetzt haben Forscher in Großbritannien vielleicht den Grund dafür gefunden: In der DNA von Dänen findet man selten die Mutation eines Gens, das für die Unterdrückung des Serotoninspiegels verantwortlich ist. Wissenschaftler an der Universität Warwick untersuchen die Theorie, ob Glück in den Genen liegt.

Der Ökonom Eugenio Proto untersuchte, warum bestimmte Länder immer ganz oben im “World Happiness Report” stehen: “Je größer der genetische Abstand von Dänemark ist, desto geringer ist die Lebenszufriedenheit bzw. das subjektive Wohlbefinden der Menschen in dem Land. Je weiter weg man von Dänemark kommt, desto trauriger ist man.”

Bei der statistischen Untersuchung von insgesamt 143 Ländern haben die Forscher versucht, andere Einflüsse herauszurechnen: “Wir haben statistisch versucht, Faktoren wie die Wirkung von Reichtum oder des Sozialsystems, die Wirkung von Kultur, herauszurechnen. Wir haben unser Bestes versucht. Selbst jedoch wenn man diese Effekte weglässt, gibt es immer noch einen großen Datenblock dieser Varianz des Glücks, der durch die Genetik erklärt wird”, so Proto.

Ein Ergebnis der Untersuchung: Die glücklicheren Länder sind diejenigen, in denen die Mutation des Gens, das für die Unterdrückung des Serotoninspiegels verantwortlich ist, am wenigsten vorkommt.

“Das große Problem ist, dass es umstritten ist, ob dieses Gen tatsächlich für Glück oder Depressionen verantwortlich ist. Das ist das grundsätzliche Problem von vielen der aktuellen Genetik- bzw. Genomstudien heutzutage”, so Professor Tom Gilbert von der Universität Kopenhagen.

Die Forscher in Großbritannien haben Statistiken ausgewertet, und nur ein einzelnes Gen genauer untersucht. Fazit: Einen Schlüssel zur DNA des Glücks können sie nicht liefern.