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"Noch Monate": Ebola wütet weiter

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"Noch Monate": Ebola wütet weiter

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Ein spanischer Priester ist mit Ebola-Symptomen in das Madrider Krankenhaus gebracht worden, in dem auch eine mit dem Virus infizierte Krankenschwester liegt. Der Geistliche war zuvor in Liberia. Zwei spanische Priester sind bereits an Ebola gestorben.

Unterdessen hat ein Krankenhaus in Texas Videobilder mit einer Ebola-positiven Krankenschwester veröffentlicht. Kurz nach den Aufnahmen wurde sie auf eine Isolierstation in Dallas geflogen, die speziell für solche Fälle ausgestattet ist.

US-Präsident Barack Obama sprach sich derweil gegen Einreiseverbote in die USA aus. “Wenn wir Einreiseverbote einführen anstelle der derzeitigen Tests, dann steigt das Risiko, dass das Verbot umgangen wird. Manche Menschen könnten ihre einfach Reise unterbrechen. So können sie die Tatsache, dass sie in einem von der Krankheit betroffenen Land waren, verbergen.”

Die USA und Großbritannien sind dabei, Soldaten und Mediziner in die betroffenen Gebiete in Westafrika zu schicken. Dort sollen sie Krankenstationen aufbauen und den Infizierten helfen. Obama erlaubte auch den Einsatz von Reservisten. Insgesamt will Washington bis zu 4000 Soldaten nach Westafrika senden. 500 sind laut dem Pentagon bereits in Liberia und im Senegal eingetroffen.

Unterdessen beklagte der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan, die reichen Länder hatten zu lange gezögert, gegen Ebola vorzugehen. Er sei enttäuscht, sagte Annan in einem Fernsehinterview. Laut der WHO wird es noch Monate dauern, bis die Ausbreitung von Ebola gestoppt ist. Derzeit verdoppele sich die Zahl der Fälle alle vier Wochen, hieß es. Bisher sind rund 4500 Menschen an der Krankheit gestorben.