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Rubel-Verfall: Russlands Zentralbank in der Zwickmühle

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Rubel-Verfall: Russlands Zentralbank in der Zwickmühle

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Russlands Zentralbank versucht, die Talfahrt des Rubels mit massiven Interventionen am Devisenmarkt abzubremsen. Im Oktober wurden dafür nach Medienberichten in den ersten beiden Wochen rund 11 Milliarden Dollar eingesetzt. Russland hatte Anfang des Monats 455 Milliarden Dollar an Devisenreserven.

Der Rubel hat im Zug der Ukraine-Krise in diesem Jahr bereits rund 18 Prozent an Wert gegenüber dem Dollar eingebüßt. Einen Dollar einzutauschen kostet mehr und mehr Rubel, aktuell muss man rund 41 dafür hinlegen.

Analyst Dmitri Polevoy, ING Eurasia:

“Das einzige Risiko dieser Politik ist – der Rubel-Wechselkurs könnte ein Niveau erreichen, bei dem Panik entsteht: Die Bevölkerung erhöht ihre Nachfrage nach Devisen erheblich und versucht, ihre Rubel-Einlagen in andere Währungen zu konvertieren.Oder sie versucht, ihre Ersparnisse von Rubel in US-Dollar umzutauschen. So ein Prozess ist sehr schwer zu stoppen.”

Im nächsten Jahr will die russische Notenbank eigentlich verstärkt dazu übergehen, den Rubel-Wechselkurs den Marktkräften zu überlassen. Sie will dann nur noch von Fall zu Fall intervenieren – besonders, wenn die Finanzstabilität bedroht ist.

su mit Reuters