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Ukraine-Krisengipfel: Appetitlos, aber gesprächig

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Ukraine-Krisengipfel: Appetitlos, aber gesprächig

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Es war eine angespannte Frühstücksrunde in Mailand. Die Gespräche während des Ukraine-Krisentreffens am Rande des europäisch-asiatischen Gipfels seien voller Missverständnisse und Meinungsverschiedenheiten gewesen, hieß es aus dem Kreml. EU-Ratspräsident Herman van Rompuy sprach hingegen von “positiven Entwicklungen.”

Die Ausgangslage ist schwierig: Kiew und der Westen werfen Moskau vor, den Konflikt in der Ostukraine anzuheizen. Die daraufhin gegen Russland verhängten Sanktionen kritisiert Russlands Präsident Wladimir Putin als feindselig.

Gastgeber Ministerpräsident Matteo Renzi, bemerkte: “ Das war ein Frühstück ohne Frühstück, da niemand italienischen Kaffee trank. Niemand stand auf, um Milch, Kaffee oder Tee einzuschenken. Ich denke, das zeigt symbolhaft wie nötig Diskussionen sind.
Ich hoffe, es wird in den kommenden Stunden einige Fortschritte geben. Nach den Verhandlungen in Mailand bin ich jedenfalls optimistischer und hoffe, dass wir sehr eng zusammenarbeiten werden.”

Eine Viererrunde aus Putin, Poroschenko, Hollande und Merkel wird direkt im Anschluss an das Gipfeltreffen weitere Gespräche führen.

Euronews-Korrespondentin Simona Volta fasst zusammen: “Ein neuer Tag der bilateralen und multilateralen Gespräche nimmt in Mailand seinen Lauf. Die Positionen von Putin und Poroschenko bleiben unterschiedlich. Es scheint alles darauf hinauszulaufen, dass dies nur ein weiterer Zwischenschritt auf dem Weg zur Lösung des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine ist.”