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Ebola: Luftfahrtangestellte in Sorge vor dem Virus

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Ebola: Luftfahrtangestellte in Sorge vor dem Virus

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Frankreich wird ab heute am Flughafen Charles de Gaulle in Paris bei ankommenden Passagieren des täglichen Flugs aus Guinea vorbeugende Checks gegen Ebola durchführen.

Die Passagiere werden dabei noch vor dem Betreten des Terminals auf Fieber getestet und im Falle einer erhöhten Temperatur sofort zu einem medizinischen Zentrum gebracht. Die Gewerkschaften bei Air France hatten gar gefordert, Flüge nach Guinea vorübergehend einzustellen.

Auch in Belgien sind Angestellte der Luftfahrtbranche besorgt. Anders als in Frankreich kommen hier Direktflüge aus allen drei der von Ebola betroffenen westafrikanischen Staaten an.

Der Flughafenbetreiber in Brüssel will nun einstweilen eine externe Firma beuftragen, das Gepäck der Passagiere aus diesen Ländern zu entladen. Die Mitarbeiter der Flughafeneigenen Gepäcklogistik hatten bessere Schutzmaßnahmen gefordert: “Wir brauchen wirklich klare Informationen und klare Handlungsanweisungen vom Flughafenbetreiber und der Regierung”, so eine Mitarbeiterin.

In Madrid gab es unterdessen Entwarnung. Vier Personen, die wegen eines Infektionsverdachts vorsorglich isoliert worden waren, erwiesen sich bei ersten Tests als Ebola-frei.

Auch der Zustand der infizierten Krankenschwester Teresa Romero hat sich offenbar gebessert, wie eine Bekannte mitteilte: “Teresa geht es viel besser. Sie nimmt Flüssigkeit zu sich, Säfte und Brühe. Sie ist recht lebhaft.”

In den drei betroffenen Ländern Westafrikas hat das Ebola-Virus inzwischen 4500 Opfer gefordert. Den Senegal erklärte die Weltgesundheitsorganisation am Freitag für Ebola-frei, am Montag soll auch Nigeria dazukommen.

Die Ausbreitung innerhalb der Landesgrenzen konnten die örtlichen Behörden und Hilfsorganisationen bisher allerdings weit weniger wirksam eindämmen. In Sierra Leone sind die Helfer bemüht, den einzigen nicht betroffenen Landesteil Ebola-frei zu halten. Ein Kampf gegen einen unsichtbaren Feind.