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Kampf für gleiche Rechte: Roms Bürgermeister trägt 16 Homo-Ehen ein

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Kampf für gleiche Rechte: Roms Bürgermeister trägt 16 Homo-Ehen ein

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Offener Widerstand: Roms Bürgermeister Ignazio Marino hat am Samstag 16 Homo-Ehen ins Amtsregister eingetragen. Diese waren zuvor im Ausland geschlossen worden. Ein Paar nach dem anderen wurde nach vorne gerufen, wo Marino das Datum und den Ort der Eheschließung erfasste. Damit setzte er sich wie auch schon drei andere Bürgermeister vor ihm über nationale Gesetze hinweg.

Fabrizio Maffero ist einer der frisch Vermählten. Er erklärt: “Dies ist ein Zeichen des Ungehorsams im Jahr 2014, darum haben wir an der Zeremonie teilgenommen, denn es ist wirklich verrückt, dass es so einen Trubel wegen zwei Menschen gibt, die sich lieben.” Marilena Grassadonia, eine der Bräute, meint: “Rechtlich ändert sich nicht viel, aber gesellschaftlich. Unser Bürgermeister sagte, heute ist ein besonderer Tag, aber es wäre schön, wenn es bald ein normaler Tag wäre, wie jeder andere auch.”

Italien ist eines der letzten EU-Länder, in denen es für Homosexuelle weder die Möglichkeit der Ehe noch der eingetragenen Partnerschaft gibt. Ginge es nach den Demonstranten draußen, bliebe dies auch so. Doch die Rechte von Lesben und Schwulen werden immer wieder diskutiert: Italiens Mitte-Links-Regierung hatte angekündigt, eine Anerkennung von Homo-Ehen zu starten.