Eilmeldung

Eilmeldung

Kampf um Geisterstadt Kobani

Sie lesen gerade:

Kampf um Geisterstadt Kobani

Schriftgrösse Aa Aa

Die Kämpfe in der kurdisch-syrischen Grenzstadt Kobani gehen weiter. Unklar ist, wer derzeit die Oberhand in der von IS-Milizen belagerten Stadt hat. Ein Sprecher der kurdischen Volksverteidigungskräfte sagte in lokalen Medien, es seien keine Dschihadisten mehr in Kobani. Gleichzeitig wurden dort von der türkischen Seite aus Explosionen beobachtet.

Kobani ist inzwischen eine Geisterstadt. Die Vereinten Nationen schätzen, dass weniger als 700 der ehemals knapp 60 000 Bewohner in der kurdischen Stadt geblieben sind. Der Rest ist in die Türkei geflohen.

Derzeit beherbergt die Türkei allein in ihrem Grenzgebiet etwa 200 000 kurdische Flüchtlinge. Auch deswegen hat die türkische Regierung wenig Verständnis für den Vorwurf, zu wenig Engagement zu zeigen.

Britische Militärausbilder haben inzwischen begonnen, kurdische Peschmerga-Kämpfer im Gebrauch schwerer Waffen zu schulen, an einem Schießstand nahe Arbil in der autonomen kurdischen Region im Nordirak.

Jeder, der die Ausbildung an den schweren Waffen absolviert, erhält ein Zertifikat, das – so hofft man – zum Sieg über die IS-Miliz verhilft.