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Erdogan schließt Waffenlieferungen an Kurden aus

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Erdogan schließt Waffenlieferungen an Kurden aus

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Die Miliz Islamischer Staat hat die syrische Grenzstadt Kobani wieder stärker unter Beschuss genommen. Nachdem ihr Vormarsch zuvor mit Luftangriffen der internationalen Koalition eingedämmt werden konnte, lieferten sich Kurden und Dschihadisten erneut heftige Kämpfe. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich unterdessen erneut gegen Waffenlieferungen an die Kurden in Kobani ausgesprochen. Die Partei PYD, die hinter den Volksschutzeinheiten steht, sei ebenso eine “Terrororganisation” wie die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK.

Bislang nimmt die Türkei jedoch Flüchtlinge aus Syrien auf – wie in in der Grenzstadt Suruc. Eine umfunktionierte Schule beherbergt 5.000 Flüchtlinge, die Hälfte von ihnen Kinder. Die UN-Nothilfebeauftrage Valerie Amos erklärte bei einem Besuch: “In den fast vier Jahren dieser Krise haben sich hier in der Türkei 900.000 Menschen als Flüchtlinge registrieren lassen. Die wirkliche Zahl liegt eher bei 1,6 Millionen.” Seit über einem Monat verteidigen kurdische Volksschutzeinheiten Kobani gegen die IS-Miliz. Seitdem ist der Flüchtlingsstrom in die Türkei besonders stark angewachsen.