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Kleine Erfolge gegen die IS-Extremisten

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Kleine Erfolge gegen die IS-Extremisten

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Freudenfeier in einem Ort nahe Kobani. Kämpfer der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) haben offenbar einen Hügel und einige Dörfer in der Nähe der syrischen Stadt von den ISIL-Milizen zurückerobert. Auf einem Video, das im Internet verbreitet wurde, ist angeblich zu sehen, wie Kurden auf dem Hügel die Flagge der Islamisten durch ihre eigene ersetzen. Die Echtheit der Bilder kann nicht bestätigt werden. Ein Kämpfer sagte, man habe Dutzende Islamisten getötet und auch Waffen und Ausrüstung von den Dschihadisten erbeuten können, vorwiegend Maschinengewehre und Nachtsichtgeräte.

Auch in Kobani sollen die ISIL-Kämpfer von den Kurden und durch die Luftangriffe der internationalen Allianz zurückgedrängt worden sein. Das berichtet die in London ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Kobani ist inzwischen in weiten Teilen eine Geisterstadt. Die Vereinten Nationen schätzen, dass weniger als 700 der ehemals knapp 60 000 Bewohner in der kurdischen Stadt geblieben sind. Der Rest ist in die Türkei geflohen.

Außerhalb von Kobane flog die internationale Allianz nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle mehrere Luftangriffe in den Provinzen Al-Rakka und Dair as-Saur. Fünf Luftschläge hätten Gasanlagen und Ölraffinerien nahe der Ortschaft Al-Dschardi gegolten, die vom IS erobert worden waren. Dabei seien zwei Zivilisten getötet worden. Drei weitere, darunter ein Kind, seien bei einem Luftangriff auf das Dorf Kabiba in der nordsyrischen Provinz Hasaka ums Leben gekommen. Bereits am Donnerstag waren nach Medienberichten mehrere kurdische Kämpfer und eine Zivilistin bei einem Luftangriff der Allianz in Kobane getötet worden.

Unterdessen haben im türkischen Istanbul zahlreiche Studenten für eine stärkere Unterstützung Kobanis demonstriert. Man dürfe Kobani nicht Faschisten überlassen, sagte eine Teilnehmerin. Wenn Kobani heute fällt, ist morgen Istanbul dran, riefen die zumeist kurdischen und linksgerichteten Demonstranten.