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Barroso kritisiert britische Pläne zur Begrenzung der Einwanderung

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Barroso kritisiert britische Pläne zur Begrenzung der Einwanderung

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Die europäische Kritik an Großbritanniens Premierminister David Cameron wird immer schärfer. Cameron verteidigte jetzt ein geplantes Referendum über einen möglichen EU-Austritt Großbritanniens. Zuvor hatte der noch amtierende EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso diese Haltung als “historischen Fehler” bezeichnet.

Außerdem griff Barroso britische Pläne zur Beschränkung der Einwanderung von niedrig qualifizierten Arbeitskräften aus EU-Mitgliedsstaaten scharf an. “Es ist eine Illusion zu glauben, dass man Raum für Dialog schaffen kann, indem Ton und Substanz von Argumenten die Prinzipien der EU aufs Spiel setzen und andere Mitgliedsstaaten beleidigen”, so Barroso. “Es wäre ein historischer Fehler, wenn diese Punkte Großbritannien weiterhin von seinen natürlichen Verbündeten in Zentral- und Osteruopa entfremden. Großbritannien ist einer der größten Anwälte für deren Beitritt gewesen.”

In Großbritannien wird im kommenden Mai ein neues Parlament gewählt. Die regierenden Konservativen stehen unter dem Druck der rechtspopulistischen Partei UKIP von Nigel Farage.

Medienberichten zufolge steht bei Camerons Plänen zur Begrenzung der Einwanderung eine jährliche Obergrenze für die Ausgabe von Sozialversicherungs-Nummern im Mittelpunkt, die den Bezug staatlicher Unterstützung erlauben. Die Beschränkungen sollen für schlecht ausgebildete Migranten gelten.