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Erdoğan lehnt Waffenlieferungen an Kurden in Kobani ab

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Erdoğan lehnt Waffenlieferungen an Kurden in Kobani ab

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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan lehnt Waffenlieferungen an die kurdischen Kämpfer in der seit Wochen hart umkämpften nordsyrischen Stadt Kobani (arabisch: Ain al-Arab) ab. Die in Kobani kämpfenden Kurdischen Volksschutzeinheiten (PYG) seien ebenso eine “Terrororganisation” wie die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK, der sie nahestehen, sagte Erdoğan. US-Präsident Barack Obama hatte in der Nacht zum Sonntag mit Erdoğan telefonisch über die Lage in Kobani gesprochen.

“Es wäre verkehrt, wenn die USA, die unsere Freunde und Verbündeten in der NATO sind, erwarten, dass wir eine derartige Unterstützung für eine Terrororganisation begrüßen. Dazu können wir nicht ja sagen”, erklärte Präsident Erdoğan am Sonntag auf dem Rückflug von einem Besuch in Afghanistan.

Seit über einem Monat verteidigen die Kurdischen Volksschutzeinheiten Kobani gegen die Dschihadistenmiliz IS. Am Sonntag tobten in Kobani die heftigsten Kämpfe seit Tagen. In einem von den Dschihadisten ins Internet gestellten Video berichten die Dschihadisten, sie kontrollierten die Hauptstraße im Stadtzentrum und das Kulturzentrum.