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Hongkong: Proteste von Ausländern beeinflusst?

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Hongkong: Proteste von Ausländern beeinflusst?

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Der Regierungschef von Hongkong hat ausländische Kräfte und Organisationen für die zum Teil gewaltsamen Demonstrationen mitverantwortlich gemacht.

Bei den Protesten für mehr Demokratie war es am Wochenende zu neuen Zusammenstößen von Aktivisten mit der Polizei gekommen.

Drei Dutzend Menschen erlitten örtlichen Medien zufolge Verletzungen.

Nach Angaben der Polizei wurden etwa 30 Menschen festgenommen.

Beide Seiten warfen sich gegenseitig vor, die Auseinandersetzungen
angestachelt zu haben.

Leung Chun-ying, Regierungschef Hongkong:

“Ganz offensichlich gibt es Leute beziehungsweise Organisationen außerhalb Hongkongs, die hier politischen Einfluss ausüben. Das erleben wir nicht zum ersten Mal, es ist keine Ausnahme. “

Welche ausländischen Organisationen er verantwortlich macht, ließ Hongkongs Regierungschef offen.

Am Montag hatte sich die Lage an zentralen Plätzen Hongkongs beruhigt.

Demonstranten halten eine ausländische Einflussnahme für unwahrscheinlich:

“Es geht hier um die Einwohner von Hongkong. Sie fordern die Beibehaltung der Demokratie und wollen die Studenten schützen. Das hat nichts mit einer Einmischung von Ausländern zu tun.”

Die Proteste in der chinesischen Sonderverwaltungsregion, gegen die sich mittlerweile auch Gegen-Demonstrationen bilden, dauern seit drei Wochen an.

Auslöser sind die Pläne der chinesischen Regierung, 2017 erstmals direkte Wahlen in der früheren britischen Kronkolonie zuzulassen, aber eine freie Kandidatenaufstellung zu verweigern.