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Jennifer Garner als Mutter und Kontrollfreak

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Jennifer Garner als Mutter und Kontrollfreak

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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nach diesem Motto erzieht Jennifer Garner ihre Teenager-Tochter in “Men, Women & Children”. Der neue Film von Jason Reitman beleuchtet die Kehrseite der allgegenwärtigen Kommunikation im Zeitalter des Internets. Eltern bespitzeln ihr Kinder. Und haben keine Ahnung, was sich wirklich in deren Leben abspielt. Für Jennifer Garner, selbst Mutter von drei Kindern, war die Rolle eine grundlegende Erfahrung.

“Es ist wirklich sehr schwer für Eltern. Und diese Mutter gibt ihr Bestes. Sie glaubt, je stärker sie sich um mehr Wachsamkeit bemüht, desto besser gelingt es ihr, ihre Tochter zu schützen. Das ist nicht einfach. Aber sie verändert sich, sie ist kein Monster. Sie sieht die Dinge in Schwarz Weiß und täuscht sich.”

Vorlage für den Film war der gleichnamige Roman von Chad Kultgens über den Druck, dem Teenager und ihre Eltern durch Einflüsse wie soziale Netzwerke, Blogs und pornografische Webseiten ausgesetzt sind.

Noch sind Jennifer Garners Kinder zu jung fürs Internet. Die Schauspielerin macht sich schon jetzt Gedanken.

“Ich weiß selber nicht, was die beste Strategie ist. Ich weiß nur, dass wir unsere Kinder nicht vor allem, das im Internet auf sie lauert, bewahren können. Es geht also in erster Linie um Kommunikation, darum, wie wir damit umgehen. Ich persönlich glaube, dass man ein paar Grenzen setzen, kommunizieren und vertrauen muss.

“Men, Women & Children” ist bereits die zweite Zusammenarbeit mit Jason Reitman, Jennifer Garner spielte in dessen bitterböser Komödie “Juno”.

Auch mit Jasons Vater, dem Regisseur Ivan Reitman, hat Garner erst vor Kurzem einen Film in die US-Kinos gebracht, das Football-Drama “Draft Day” mit Kevin Costner. “Sie sind beide seriöse Regisseure, da wird nicht herumgealbert oder über die Kamera diskutiert. Das beherrschen beide perfekt. Ihre ganze Aufmerksamkeit gilt der Darstellung. Sie sind sehr streng und geben sehr präzise Regieanweisungen. Es ist wunderbar, mit ihnen zu drehen. Hoffentlich kommt bald wieder ein Jahr, in dem ich mit Reitman Vater und Sohn drehen darf.”

Die Film mit Adam Sandler, Rosemarie DeWitt und Kaitlyn Dever in weiteren Hauptrollen, feierte beim diesjährigen Filmfestival in Toronto Premiere und kommt nun in die US-Kinos. Ab 11. Dezember ist er auch auf den deutschsprachigen Leinwänden zu sehen unter dem Titel “#Zeitgeist”.