Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Präsidentenwahl in Brasilien: Kopf-an-Kopf-Rennen


Brasilien

Präsidentenwahl in Brasilien: Kopf-an-Kopf-Rennen

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff muss um ihre Wiederwahl bangen. Knapp eine Woche vor der Stichwahl gegen den bürgerlichen Kandidaten Aécio Neves hat die Amtsinhaberin Korruptionsfälle beim staatlichen Energiekonzern Petrobras zugunsten von Rousseffs Arbeiterpartei eingeräumt. In einem TV-Duell beider Kandidaten erklärte Rousseff:

“Ich habe die Petrobras-Untersuchungen nie behindert und niemand von den Ermittlungen abgehalten oder etwas vertuscht. Das haben Sie getan, Herr Neves, Sie haben 217 Untersuchungen unter den Tisch gekehrt und dadurch 242 Politiker, Senatoren und Minister verschont.”

Neves reagierte ausweichend:

“Wir müssen brasilianische Unternehmen besser aufstellen, professioneller machen. Die Politik darf keine Rolle mehr spielen. Die Bestechungen resultieren aus den beruflichen Aufstiegen von Managern in höhere Ämter. Sie fühlen sich etwa der Partei der Präsidentin gegenüber verpflichtet oder anderen Interessengruppen.”

Die Stichwahl am kommenden Sonntag dürfte in einem
Kopf-an-Kopf-Rennen entschieden werden. Laut jüngsten Umfragen
kommt der bürgerliche Gegenkandidat Aécio Neves derzeit auf 45 bis 51 Prozent der Stimmen, Rousseff liegt bei lediglich 43 bis 49 Prozent.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

WHO: "Nigeria ist frei von Ebola"