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Türkei will irakische Peschmerga nach Kobani schleusen

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Türkei will irakische Peschmerga nach Kobani schleusen

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Die Türkei hat einen möglichen Strategiewechsel und vorsichtige Bereitschaft zur Unterstützung kurdischer Kämpfer in Nordsyrien signalisiert.

Dem türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu zufolge führt Ankara Gespräche mit den kurdischen Behörden im Irak: “Die Regionalregierung im Irak hat bestätigt, dass sie mit der Türkei und den USA kooperieren, um Kobani beizustehen. Wir helfen den Peschmerga-Einheiten sogar, nach Kobani zu gelangen. Unsere Gespräche zu dem Thema halten an.”

Auf welchem Wege und unter welchen Bedingungen Peschmerga-Kämpfer nach Nordsyrien gelangen könnten, sagte Çavuşoğlu nicht.

Bislang hatte sich Ankara gegen eine Unterstützung der kurdischen Kämpfer in Nordsyrien ausgesprochen und sich geweigert, Verstärkung über die Grenze zu lassen – auch, weil die dortigen Volksverteidigungseinheiten (YPG) der kurdischen Arbeiterpartei PKK nahestehen, die in der Türkei und international als terroristische Organisation gelten.

In Kobani, nahe der türkischen Grenze, können die 3000 bis 4000 Kämpfer der kurdischen Volksverteidigungseinheiten seit Sonntag offenbar auf neue, von den USA abgeworfene Waffen zurückgreifen. Zusätzliche Kämpfer der Peschmerga wären eine willkommene Verstärkung.

Die Volksverteidigungseinheiten hatten die angreifenden IS-Milizen zuletzt wieder etwas zurückdrängen können – trotz zum Teil rudimentärer Bewaffnung und dank verbündeter Rebellengruppen wie den Shams-al-Shamal-Brigaden und den Luftschläge der internationalen Anti-IS-Allianz.