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Gesucht: Ein Nachfolger für Total-Chef de Margerie

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Gesucht: Ein Nachfolger für Total-Chef de Margerie

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An der Börse in Paris reagierten die Total-Anleger schockiert auf den Tod des Konzern-Chefs Christophe de Margerie. Die Aktie eröffnete 2,3 Prozent im Minus, bevor sie später mit dem Markttrend im Plus notierte.

Der Verwaltungsrat des Konzerns kündigte eine baldige Sitzung an. Als potenzielle Nachfolger für de Margerie werden die internen Kandidaten Philippe Boisseau und Patrick Pouyanne gehandelt.

Der Total-Chef hatte offenbar an einer Regierungskonferenz in der Nähe von Moskau teilgenommen, auf der es um ausländische Investitionen ging. Sein Privatjet sollte nach Paris fliegen, als es auf der Rollbahn mit einem Schneepflug kollidierte und anschließend ausbrannte. Ein Untersuchungsausschuss, der Kremlchef Putin direkt untersteht, ermittelt den Vorfall. Die russische Verkehrssicherheitsbehörde erklärte, zum Zeitpunkt des Unglücks hätten schlechte Sichtverhältnisse geherrscht.

Total ist der viertgrößte westliche Ölkonzern hinter Exxon Mobil, Royal Dutch Shell und Chevron. Unter de Margerie hielt das Unternehmen an den Investitionen in Russland fest. So will Total mit dem Jamal-Projekt im Nordwesten Sibiriens große Mengen Erdgas fördern. De Margerie hatte die Ansicht vertreten, dass Europa nicht ohne russisches Gas leben könne und es dafür es auch keinen Grund gäbe. Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt sagte er der Nachrichtenagentur Reuters im Juli, es dürfe keine neue Berliner Mauer geben. “Russland ist unser Partner, und wir sollten nicht unsere Zeit damit verschwenden, uns vor einem Nachbarn zu schützen”, erklärte er.