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Proteste in Hongkong: Erste Gespräche zwischen Regierung und Aktivisten

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Proteste in Hongkong: Erste Gespräche zwischen Regierung und Aktivisten

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Erstmals seit Beginn der Proteste in Hongkong haben Regierung und Demonstranten einen formellen Dialog begonnen.

Die Proteste für mehr Demokratie hatten sich an Plänen Pekings für die erste direkte Wahl 2017 in Hongkong entzündet.

Im Vorfeld will die chinesische Regierung eine freie Nominierung der Kandidaten verweigern.

Die Aktivisten fordern uneíngeschränkte demokratische Wahlen.

Hongkongs Regierungschef Leung Chun-yin sagte vor der Gesprächsaufnahme:

“Beim ersten Treffen können noch nicht alle Probleme gelöst werden, aber es ist ein guter Start für einen Dialog. Die Regierungsvertreter werden sich die Meinung der Studentenvereinigung mit der gebotenen Ernsthaftigkeit anhören.”

Die Regierungsseite warf den Studenten während der Unterredung Gesetzesbrüche im Rahmen ihrer Proteste vor.

Die Aktivisten demonstrieren seit über drei Wochen gegen Pekings Einflussnahme bei der Kandidatenkür:

“Allen dürfte klar sein, dass es keine konkreten Ergebnisse geben wird. Aber ein offener Dialog dient dem Austausch der Positionen.”

Ein anderer Aktivist ergänzt:

“Es ist ein erster Schritt. Beide Seiten müssen kompromissbereit sein, die Studenten vielleicht etwas weniger als die Gegenseite. Weil wir Studenten für die Demokratie und ein echtes, umfassendes Wahlrecht kämpfen.”

Hongkongs Regierung hatte jedoch bereits vor den Gesprächen betont, dass sie den zentralen Forderungen der Aktivisten nicht
nachkommen könne. Nur Peking habe die Macht, die Rahmenbedingungen für die Wahl festzulegen.

“Allen dürfte klar sein, dass es keine konkreten Ergebnisse geben wird. Aber ein offener Dialog dient der Standortbestimmung.”

“Es ist ein erster Schritt. Beide Seiten müssen kompromissbereit sein, die Studenten vielleicht etwas weniger als die Gegenseite. Weil wir Studenten für die Demokratie und ein echtes, umfassendes Wahlrecht kämpfen.”