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Tod von Total-Chef de Margerie: "Grobe Fahrlässigkeit der Autoritäten"

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Tod von Total-Chef de Margerie: "Grobe Fahrlässigkeit der Autoritäten"

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Nach dem Tod des Total-Chefs Christophe de Margerie durch einen Flugzeugunfall in Russland wirft der Moskauer Untersuchungsausschuss den Zuständigen des Flughafens “grobe Fahrlässigkeit” vor.

De Margerie kam am Montagabend auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo ums Leben, als ein Schneepflug bei schlechten Sichtverhältnissen auf dem Rollfeld mit seinem Privatjet kollidierte. Anschließend brannte die Maschine aus.

Die Daten der Flugschreiber sollen nun mit Hilfe französischer Experten, die aus Paris nach Moskau unterwegs sind, ausgewertet werden.

Der Fahrer des Schneeräumfahrzeuges wurde für 48 Stunden in Untersuchungshaft genommen. Angaben, wonach er bei dem Unfall unter Alkoholeinfluss gestanden haben soll, sind bisher nicht bestätigt.

Der Sprecher des Untersuchungsausschusses erklärte “Wir wissen nun, dass der Grund der Tragödie keine Anreihung tragischer Zufälle ist. Das ist die Version der Zuständigen des Flughafens. Es handelt sich vielmehr um grobe Fahrlässigkeit der Autoritäten, die ihrer Pflicht, der Koordination von Tätigkeiten der Flughafen-Angestellten, nicht nachgekommen sind”.

Neben dem Generaldirektor starben auch die drei französischen Besatzungsmitglieder an Bord.

Noch kurz vor dem tödlichen Unfall soll er in der Nähe von Moskau mit Regierungschef Dmitri Medwedew über Investitionen gesprochen haben.

Christophe de Margerie war seit 2007 Vorstandsvorsitzender des Total-Konzerns. Der Chef von Europas drittgrößtem Mineralölunternehmen hinterlässt neben seiner Frau drei erwachsene Kinder, zwei Töchter und einen Sohn. Mitarbeiter des Firmensitzes in Paris legten am Nachmittag eine Schweigeminute ein.