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Ungarische Regierung verstimmt über US-Sanktionen

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Ungarische Regierung verstimmt über US-Sanktionen

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Die ungarische Regierung ist über die Korruptionsvorwürfe der USA und das Einreiseverbot gegen mehrere Offizielle entrüstet. Der amerikanische Geschäftsträger wurde einbestellt. Ende vergangener Woche hatten die USA gegen mehrere Geschäftsleute und Beamte aus dem Umfeld von Ministerpräsident Viktor Orbán ein Einreiseverbot in die USA verhängt.

“Es handelt sich um Regierungsbeamte und der Regierung nahe stehende Personen. Deshalb haben wir kulanterweise die Regierung informiert”, erklärte der US-Geschäftsträger Andre Goodfirend.

Das Vorgehen der USA gegen das Verbündete Ungarn ist beispiellos. Erst in der vergangenen Woche warf US-Präsident Barack Obama Ungarn, Russland, Venezuela und Ägypten die Unterdrückung der Zivilgesellschaft vor.

“Die ungarische Regierung ist angesichts dieser Vorfälle fassungslos. So geht man nicht mit Freunden um. Wir hoffen, dass wir in den kommenden Wochen die Angelegenheit unter Freunden regeln und nicht vor der Presse”, erklärte der Stabschef von Ministerpräsident Orbán, Janos Lazar.

In Budapest kursierenden Gerüchten zufolge sollen die Betroffenen bei öffentlichen Ausschreibungen Schmiergelder verlangt haben. Oder es ist eine Vergeltung dafür, dass die ungarische Steuerbehörde NAV systematisch gegen US-Firmen in Ungarn vorgeht. Deutlich verstimmt sind die USA über den betont Russland-freundlichen Kurs der Regierung Orbán in der Ukraine-Krise.