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Ebola: Hilfsorganisationen halten Reiseverbote für wenig sinnvoll

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Ebola: Hilfsorganisationen halten Reiseverbote für wenig sinnvoll

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Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung in Genf hat sich dagegen ausgesprochen, aus Furcht vor Ebola-Infektionen die Einreise aus betroffenen Ländern zu verbieten. Entsprechende Maßnahmen hatten unter anderem einzelne Kongressabgeordnete in den USA gefordert.

Weil sie lediglich dazu führen würden, dass Grenz- und mögliche Gesundheitskontrollen umgangen werden, seien Einreiseverbote aber nicht effektiv, so der Generalsekretär der IFRC, Elhadj As Sy, bei einer Konferenz in Peking.

Zudem könne eine Abschottung die örtliche Wirtschaft weiter schwächen, zu Panik führen und die Lage damit noch verschärfen: “Die Angst vor Ebola kann zu irrationalen Aktionen führen, wie dem Schließen von Grenzen, der Stornierung von Flügen, der Isolierung von Ländern usw. Aber das sind keine Lösungen. Die einzige Lösung besteht darin, die weltweiten Anstrengungen endlich zu bündeln und solche Epidemien in ihrem Epizentrum zu bekämpfen.”

Andere Organisationen wie die Weltbank haben sich ebenfalls gegen Reiseverbote ausgesprochen. Für eine sinnvolle vorbeugende Maßnahme gegen die ungehinderte Ausbreitung der Krankheithält hält die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Gesundheitschecks vor der Abreise aus betroffenen Ländern.

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