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Großeinsatz und zwei Tote in Ottawa: Ein Terrorakt?

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Großeinsatz und zwei Tote in Ottawa: Ein Terrorakt?

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In der kanadischen Hauptstadt Ottawa sind bei einem Angriff auf einen Soldaten und einer Schießerei im Parlament zwei Menschen ums Leben gekommen.

Die Beamten verfolgten am Vormittag einen Mann ins Parlamentsgebäude bis in die Nähe eines Tagungszimmers, in dem auch Regierungschef Stephen Harper weilte. Der bislang nicht öffentlich identifizierte Mann wurde offenbar durch Schüsse der Polizei getötet, Harper und weitere Personen evakuiert.

Doch alles begann kurze Zeit zuvor. Um 9.52 Uhr Ortszeit schoss ein bewaffneter Täter an einem nahegelegenen Kriegerdenkmal einen Wache stehenden Soldaten nieder, der später seinen Verletzungen erlag.

Der Täter soll Augenzeugeberichten schwarz gekleidet, maskiert und mit einem Gewehr bewaffnet gewesen sein. Nicht zweifelsfrei geklärt ist, ob es sich dabei um dieselbe Person handelt, die später im Parlamentsgebäude von der Polizei niedergestreckt wurde. Unklar bleibt damit auch, ob es ein Einzeltäter war. Die Polizei hielt während des Einsatzes bis zu drei Beteiligte für möglich.

Eine Vorwarnung habe habe es nicht gegeben, so der stellvertretende Chef der Royal Canadian Mounted Police, Gilles Michaud: “Wie man an unserer Reaktion sehen kann, kam der Vorfall für uns überraschend…”

Journalistin: “Aber wie konnte das passieren?

Michaud: “Es ist zu früh, jetzt über Details des Vorfalls zu sprechen. Der Polizeieinsatz ist noch nicht vorbei. Und solange wir keine Gelegenheit hatten, zu ermitteln und festzustellen, was passiert ist, ist es zu früh, diese Frage zu beantworten.”

Zu möglichen Hintergründen, und sogar zeitlichen Abläufen, will sich die Polizei noch nicht äußern. Auch einen Zusammenhang mit dem Attentat auf zwei kanadische Soldaten bei Montreal Anfang der Woche wollten die Sicherheitsbehörden nicht herstellen. Ein radikalisierter Islamist hatte dabei zwei Soldaten überfahren und einen von ihnen tödlich verletzt.