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Tod des Total-Chefs: Russische Ermittler nehmen weitere Personen ins Visier

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Tod des Total-Chefs: Russische Ermittler nehmen weitere Personen ins Visier

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Nach dem tödlichen Unfall am Moskauer Flughafen Wunkowo, bei dem der Chef des französischen Ölkonzerns Total ums Leben kam, geraten immer mehr Personen ins Visier der Ermittler. So wurden vier Mitarbeiter des Flughafens festgenommen und befragt, hieß es. Außerdem muss der Schneepflugfahrer Wladimir Martinenko, der mit dem Privat-Flugzeug zusammengestoßen war, zwei Monate in Untersuchungshaft. Seine Anwälte kündigten an, dagegen in Berufung zu gehen. Der Chef der Ermittlungsbehörde, Wladimir Markin, sagte, Martineko, der Schneepflugfahrer, habe zum Zeitpunkt des Unfalls einen Blutalkoholwert von 0,6 Promille gehabt. Martinenkos Anwälte widersprachen dem.

Unterdessen traten der Chef des Flughafens und sein Stellvertreter zurück. Außerdem wurden zwei Schichtleiter und der Chef der Rollfeldarbeiten suspendiert, so das Flughafenmanagement. Bei dem Unfall am Montag kamen neben Total-Direktor Christophe de Margerie noch drei weitere Menschen ums Leben.

De Margerie galt als enger Vertrauter der Moskauer Führungskreise. Er setzte sich für Investitionen und Wirtschaftsprojekte in Russland ein. Vize-Energieminister Kirill Molodzow sagte, er hoffe, dass Nachfolger Patrick Pouyanné das Russland-Engagement des Konzerns fortsetzen werde.