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Uber-Chauffeure empört: "Sie deaktivieren einen einfach mit einem Klick"

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Uber-Chauffeure empört: "Sie deaktivieren einen einfach mit einem Klick"

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In Santa Monica, Kalifornien, haben Fahrer der Mitfahr-App Uber gegen die Internetfirma protestiert – Vergütung und Sicherheit waren die Reizthemen. Uber-Fahrer arbeiten als unabhängige Vertragspartner und gehören keiner Gewerkschaft an.

Passagiere können per Rating ihre Fahrt bewerten; bei niedrigen Werte werde der Fahrer “deaktiviert”, klagen die Demonstranten.

Uber-Fahrer Matt Doherty:

“Warum wir heute hier sind? Uber schickt immer mehr Fahrer auf die Straße, die Bezahlung wird schlechter, sie haben ihren eigenen Anteil erhöht. Wir kommen kaum noch über 54 US-Cent pro Meile (26 Euro-Cent/km).”

So komme oft weit weniger als die Hälfte der gut 20 Euro Stundenlohn heraus, die Uber in Aussicht stelle, klagte einer der 10.000 Uber-Fahrer in New York, von denen zur gleichen Zeit ein Fünftel streikte.

Uber-Fahrer Lotfi Benyedder, :

“Sie deaktivieren einen einfach mit einem Klick, keine Zeit für Rechtsmittel oder um den genauen Grund für die Deaktivierung herauszukriegen.”

Die Uber-App bringt Fahrer und Passqagiere auf der Suche nach einer Fahrt zusammen. Die Fahrkosten werden automatisch von einer Kreditkarte abgebucht – Bargeld oder Trinkgeld für den Fahrer nicht erforderlich.

Da bei dem Dienst UberPop viele Kosten anderer gewerblicher Personenbeförderer entfallen (geeichte Fahrpreisanzeiger, Funkanlage oder vom Fahrer auslösbarer Alarm), sind Fahrten mit UberPop meist preisgünstiger als Fahrten zu Taxitarifen.

Uber ist in etwa 200 Städten in 45 Ländern aktiv. Anfang Juni 2014 bekam das Start-up 900 Millionen Euro Risikokapital – der Online-Fahrdienst wird unter anderem von Google, Goldman Sachs und Blackrock finanziert. Der Wert des Unternehmens wird auf mindestens 13 Milliarden Euro geschätzt.

su mit Reuters