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Starke Frauen und Männer: Prinz-von-Asturien-Preise verliehen

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Starke Frauen und Männer: Prinz-von-Asturien-Preise verliehen

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Im spanischen Oviedo sind die Prinz-von-Asturien-Preise verliehen worden. König Felipe VI. übergab den Preisträgern ihre Auszeichnung im Teatro Campoamor. In insgesamt acht Kategorien wird der Preis verliehen. In der Kategorie Kommunikation und Humanwissenschaften wurde der argentinische Zeichner Quino geehrt, für die von ihm erfundene Figur Mafalda. Der irische Schriftsteller John Banville wiederum erhielt den Preis in der Kategorie Literatur. In der Begründung hieß es unter anderem, Banvilles Werke seien intelligent, tiefgründig und originell. In sprachlicher Schönheit versuchten sie, die Geheimnisse des menschlichen Herzens zu ergründen.

Banville sagte in seiner Rede: “Die bedeutsamste Erfindung der Menschheit ist der Satz. Es gab große Zivilisationen ohne das Rad, aber sie hatten den Satz, ohne ihn wären sie weder groß noch zivilisiert gewesen. Erst durch Sätze denken wir, spekulieren wir, rechnen wir und stellen wir uns Dinge vor. Durch Sätze erklären wir unsere Liebe, wir erklären Kriege, wir legen Eide ab. Mit dem Satz erklären wir das Selbst.”

Der kanadisch-amerikanische Architekt Frank Gehry wurde mit dem Preis in der Kategorie Kunst ausgezeichnet. Damit ehrte die Prinz-von-Asturien-Stiftung, die den Preis verleiht, unter anderem Gehrys virtuoses Spiel mit komplexen Formen. Die kongolesische Journalistin Caddy Adzuba wurde unter anderem für ihren Einsatz gegen die Gewalt an Frauen ausgezeichnet.

Der Prinz-von-Asturien-Preis ist nach dem jeweiligen spanischen Thronfolger benannt. Dies ist seit Felipes Aufstieg zum König dessen erstgeborene Tochter Leonor, weshalb der Preis ab kommendem Jahr Prinzessin-von-Asturien-Preis heißen wird. Da Leonor mir ihren acht Jahren noch zu jung ist, die Zeremonie wie vorgesehen zu leiten, übernehmen ihre Eltern diesen Teil noch, bis sie selbst alt genug ist.