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WHO hält Massenimpfungen gegen Ebola Mitte 2015 für möglich

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WHO hält Massenimpfungen gegen Ebola Mitte 2015 für möglich

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Die Weltgesundheitsorganisation hat bekannt gegeben, dass bis Mitte nächsten Jahres mehrere Hunderttausend Impfdosen für die Behandlung von Ebolapatienten in Westafrika zur Verfügung stehen könnten. Diese Zahl könnte bis Ende 2015 auf eine Million steigen.

Die ersten Impfungen seien für Liberia geplant, wo es mit mehr als 2700 Toten die meisten Ebola-Opfer gibt. Marie-Paule Kieny, die stellvertretende Generaldirektorin der WHO warnte vor zu großen Erwartungen. Die Impfstoffe könnten sich immer noch als unwirksam erweisen, so Kieny. Großangelegte Tests würden jedoch möglicherweise schon im Dezember beginnen, einen Monat früher als geplant.

Eines der Mittel werde in Mali getestet werden, so die WHO. Dort wurden am Freitag mehrere Dutzend Menschen unter Quarantäne gestellt, die mit dem ersten Ebolapatienten des Landes in Kontakt gekommen waren.

Eine WHO-Sprecherin erklärte, die Gesundheitsbehörde in Mali habe 43 Menschen ausfindig gemacht, die mit einem infizierten Mädchen in Berühung gekommen waren. Darunter befinden sich zehn Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Das Kind war mit seiner Großmutter von Guinea nach Mali gereist.

Der erste Ebolapatient in der Millionenmetropole New York wird derweil auf der Isolierstation des Bellevue Krankenhauses behandelt. Der 33jährige Arzt war in dieser Woche aus Westafrika zurückgekehrt.