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Ägypten: Al-Sisi kündigt nach Anschlägen auf Sinai "radikale" Schritte an

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Ägypten: Al-Sisi kündigt nach Anschlägen auf Sinai "radikale" Schritte an

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Nach den blutigsten Anschlägen auf Sicherheitskräfte seit mehr als einem Jahr plant Ägypten laut Präsident Abdel Fattah al-Sisi “radikale” Schritte an der Grenze zum palästinensischen Gazastreifen. Zuvor hatte der Staatschef über einen Teil der nördlichen Sinai-Halbinsel für drei Monate den Ausnahmezustand verhängt. Bei den Anschlägen starben über 30 Angehörige der Sicherheitskräfte.

“Diese Operation gegen die ägyptische Armee wurde vom Ausland unterstützt”, so al-Sisi bei einer Fernsehansprache. “Sie soll Ägypten und die Ägypter zugrunde richten.” Ägypten stecke in einem Kampf ums Überleben.

Angegriffen wurden zwei Kontrollpunkte. Der Grenzübergang Rafah zum Gazastreifen wurde auf unbestimmte Zeit gesperrt. In den vergangenen Monaten zerstörte die ägyptische Armee Dutzende Schmugglertunnel, die nach Gaza führten. Die dort herrschende radikal-islamische Hamas ist mit der inzwischen verbotenen ägyptischen Muslimbruderschaft verbunden.