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Spannendes Wahlrennen: Brasilien bestimmt Staatsoberhaupt

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Spannendes Wahlrennen: Brasilien bestimmt Staatsoberhaupt

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In Brasilien haben sich Präsidentin Dilma Rousseff und ihr Herausforderer bis zuletzt einen erbitterten Wahlkampf geliefert – am Sonntag ist die Zeit der Wählerinnen und Wähler gekommen. Amtsinhaberin Rousseff gab ihre Stimme zur Stichwahl in Rio de Janeiro ab.

Die linke Staatschefin lag in den Hauptumfragen rund sieben Prozentpunkte vor ihrem Herausforderer Aécio Neves. Der Mitte-Rechts Politiker hatte Rousseff im Wahlkampf Lügen und Korruption vorgeworfen und wegen der angespannten Wirtschaftslage angegriffen. Er will die Wirtschaft mit weniger staatlicher Kontrolle ankurbeln.

Konkurrentin Rousseff setzt auf Sozialprogramme. Auch sie hatte Neves im Wahlkampf persönlich angegriffen. Mit der Wirtschaft schwächelt auch der Rückhalt ihrer Arbeiterpartei in der Bevölkerung. “Ich hoffe, dass für das Land alles besser wird”, so eine Wählerin in Porto Alegre “Für die Welt, für die Menschen, die Kinder und die Schulen. Dass für Alle alles gut wird. Alle Brasilianer hoffen, dass wir ein besseres und entwickelteres Land bekommen.”

Die Stichwahl gilt als eines der knappsten Wahlrennen seit Jahrzehnten im fünftgrößten Land der Welt. Mehr als 140 Millionen Wähler stimmen ab. Der Urnengang ist für Brasilianer zwischen 18 und 70 Jahren verpflichtend. Gewählt wird per Knopfdruck. Mit einem Ergebnis rechnen die Behörden gegen Mitternacht Mitteleuropäischer Zeit.