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Westukraine: Erst zur Wahl, dann in die Kirche

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Westukraine: Erst zur Wahl, dann in die Kirche

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In der westukrainischen Stadt Lwiw etwa 80 Kilometer entfernt von der polnischen Grenze haben die Wahllokale bei strahlendem Sonnenschein pünktlich geöffnet. Fast 600.000 Einwohner von Lwiw sind wahlbereichtigt. Bei der Präsidentschaftswahl im Mai lag die Wahlbeteiligung in der Stadt bei 78 Prozent.

“Ich bin früh zur Wahl gegangen, weil ich danach in die Kirche wollte”, erzählt Bohdan. “Erst habe ich gewählt und dann habe ich für einen günstigen Ausgang der Wahl gebetet. Ich habe keine konkreten Erwartungen, aber ich mache mir zumindest Hoffnungen. Ich fürchte aber, dass es nach diesen Wahlen bald die nächsten geben wird.”

Oleksandra arbeitet in Lwiw als Volkswirtin. “Ich bin früh morgens gekommen, weil ich heute viel zu tun habe”, berichtet sie. “Ich gehe davon aus, dass sich die Ukraine zum Besseren wandeln wird. Ich hoffe, dass neue Leute an die Macht kommen werden, die wirklich etwa ändern. Das ist wichtig, weil hier viele junge Menschen leben und wir sind alle Patrioten. Viele Leute haben die Ukraine verlassen, aber ich will das nicht. Ich will das hier alles cool wird.”

Der Euronews-Reporter in Lwiw verfolgte die Wahlen in einem Wahllokal in einer Schule gegenüber der berühmten Kirche zur Geburt der heiligen Jungfrau Maria: “Am Wahltag ist nach mehreren Tagen Regen und sogar Schnee die Sonne nach Lwiw zurückgekehrt. Das hat viele motiviert, zur Wahl zu gehen, ebenso wie der Wunsch innmitten der Krise und der Kämpfe in der Donbass-Region einen Wandel im Parlament zu bewirken. Viele Wähler gaben ihre Stimme ab, bevor sie zur Kirche gingen.”