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Flüssiggasterminal beschert Litauen Unabhängigkeit von Gazprom

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Flüssiggasterminal beschert Litauen Unabhängigkeit von Gazprom

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Mit einer festlichen Zeremonie hat Litauen ein Terminal für Flüssiggas in Betrieb genommen. Das Terminal besteht zum größten Teil aus einem speziell ausgerüsteten Schiff, das Umwandlung und Einspeisung des Gases übernimmt.

Dessen Name ist Programm: Die “Independence” soll Litauen eine Art zweite Unabhängigkeit verschaffen – diesmal vom russischen Gas.

Bisher war Gazprom der einzige Lieferant, die ausgehandelten Preise etwa 36 Prozent höher als die für Deutschland und die Versorgung immer potentiell von politischen Streitigkeiten bedroht.

Mit Hilfe des neuen Terminalschiffs könnte Litauen im schlimmsten Fall nun alle drei baltischen Staaten zu 80 Prozent mit Gas aus Norwegen oder den USA versorgen.

Gebaut wurde das Schiff innerhalb von drei Jahren in Südkorea. Litauen hat es zunächst für zehn Jahre von Norwegen geleast.

Die Entscheidung und die bessere Verhandlungsposition haben sich offenbar schon bezahlt gemacht. Gazprom senkte den Preis für Gaslieferungen an Litauen dieses Jahr um 23 Prozent.

Mit der Ersparnis finanzierte Litauen die nötige Hafeninfrastruktur.