Eilmeldung

Eilmeldung

IFO-Index vermasselt Börsenwirkung des Bankenstresstests

Sie lesen gerade:

IFO-Index vermasselt Börsenwirkung des Bankenstresstests

IFO-Index vermasselt Börsenwirkung des Bankenstresstests
Schriftgrösse Aa Aa

Das Aufatmen nach den Resultaten des Bankenstresstests der Europäischen Zentralbank (EZB) war am deutschen Aktienmarkt nur kurz.

Der überraschend kräftige Rückgang des "IFO-Geschäftsklima-Index" drückte den Dax 0,7 Prozent ins Minus, bereits nach der ersten Handelsstunde landete er wieder unter 9.000 Zählern. Der EuroStoxx50 gab 0,9 Prozent nach. In den Handel waren die Indizes noch deutlich fester gestartet. Fast alle Börsen in Europa drehten ins Minus.

Vermögensverwalter François Chaulet, Montsegur Finance, Paris:

“Man kann sagen, nach diesem Stresstest gibt es keine Phantom-Banken mehr in Europa. Der gesamte Bankensektor ist unter Kontrolle. Ich meine, wenn ein internationaler Investor auf den europäischen Bankensektor schaut, kann er beruhigt sein.”

Beim EZB-Bankenstresstest waren von 130 untersuchten Banken 25 an dem Test gescheitert, darunter die Münchener Hypothekenbank – auf Grundlage der Zahlen von 2013, sie hat aber bereits ihren Kapitalpuffer aufgestockt – und die Österreichische Volksbanken AG.

Bei den 25 beanstandeten Banken ergab sich eine Kapitallücke von insgesamt 25 Milliarden Euro, die aber zum größten Teil schon gestopft ist. Die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank, die den Gesundheitscheck klar bestanden haben, rückten in der Spitze um 9,5 Prozent und 3,6 Prozent vor. Der Bankenindex für die Euro-Zone gewann 2,1 Prozent.

In Italien fielen neun Finanzinstitute durch, darunter die Bank Monte dei Paschi di Siena. Sie braucht 2,1 Milliarden Euro zusätzliches Kapital.

In Griechenland und Zypern scheiterten je drei Banken.

su mit dpa, Reuters