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Monaco - eine kreative Explosion der Künste

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Monaco - eine kreative Explosion der Künste

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Sie haben sich dafür entschieden, ihre Talente in den Dienst des Fürstentums zu stellen: In der letzten Episode von Monaco Life geht es um die Frauen und Männer, die im Ballett, dem Orchester und im Opernhaus von Monte Carlo arbeiten.

Die Ballettschülerin Marina Fernandes erzählt: “Ich möchte eine professionelle Ballerina werden, das ist mein Traum, seit ich klein war. Hier zu sein, ist bereits der erste Schritt von meinem Traum.”

Wie Marina verwirklichen 43 Schüler der Tanzakademie Prinzessin Gracia ihre Träume in Monaco. Sie tanzen sechs bis acht Stunden am Tag, sechs Tage die Woche, fünf Jahre lang. Die 15-jährige Brasilianerin erinnert sich noch gut an ihr erstes Jahr im Internat: “Es war das erste Mal, das ich meine Familie verlassen hatte. Für mich war das wirklich ein neues Leben. Jetzt ist es mein zweites Zuhause.”

Die Tanzakademie hilft ihren Absolventen auch, ein Ensemble zu finden, wo sie ihre Talente entfalten können. Der 18-jährige Mikio Kato hat gerade die Akademie abgeschlossen und tanzt jetzt beim Ballett von Monte Carlo. Der Japaner lernt gerade die Stücke des Choreografen und Ballettleiters Jean-Christophe Maillot: “Wenn ich Jean-Christophes Stücke tanze, ist das präzise und er erzählt eine Geschichte. Es passt einfach zu mir, ich kann mich entfalten.”

Das Ballett von Monte Carlo besteht aus 50 Tänzerinnen und Tänzern mit 25 verschiedenen Nationalitäten. Seit 20 Jahren arbeitet Jean-Christophe Maillot daran, ein einzigartiges Unternehmen zu schaffen, das klassische und zeitgenössische Kunst vereint. Der Programmdirektor des Balletts von Monte Carlo sagt: “Jean-Christophe Maillot hat eine sehr intensive Schaffenskraft. Er trifft eine derart reichhaltige Auswahl. Er arbeitet immer mit einem Komponisten, mit einem Bühnenbildner oder Maler, mit einem Schriftsteller für die Broschüre. Er hat dieses Gefühl dafür, ein Gesamtkunstwerk zu schaffen.”

Die verschiedenen Künste vermischen, Brücken zwischen den Disziplinen bauen, das hat seit mehr als einem Jahrhundert Tradition in Monaco.

Eine kreative Explosion, die ihre Wurzeln im Salle Garnier hat, der Oper, die im frühen 20. Jahrhundert entstanden ist. “Das war ein großes Versuchslabor für die Oper und das Ballett des 20. Jahrhunderts. Es waren außergewöhnliche Zeiten, in denen Tanz, Musik und ihre Kreationen verschmolzen sind. Genau wie in der Bildenden Kunst mit Picasso, der Bühnenvorhänge gemacht hat und viele große Künstler, die Dekorationen und Kostüme gestaltet haben”, so Jean-Louis Grinda, Direktor der Oper von Monte Carlo.

Auch heutzutage tritt das Philharmonische Orchester sowohl allein als auch zusammen mit Tänzern oder Opernsängern auf. Liza Kerob spielt seit Mai 2000 die Erste Geige im Orchester von Monte Carlo: “Es ist wirklich ein sehr vielseitiges Orchester. Die Musiker kommen aus aller Welt. Ich glaube, es stimmt, was ich denke: Monaco ist ein Traum. Man muss lediglich sagen, das Orchester von ‘Monte Carlo’, das sagt den Menschen etwas. Und wenn man die Chance hat, Teil eines großen Orchesters wie diesem zu sein, muss man alles geben, den Moment und die Magie des Augenblicks genießen.”

Euronews-Reporterin Anne Glemarec: “Voilà, das war das Finale unserer Serie Monaco Life. Sie finden die vorherigen Episoden über das Meer und die Monegassen auf unserer Internetseite euronews.com/life.”