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"Operation Punica" : Über 50 Festnahmen in Spanien

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"Operation Punica" : Über 50 Festnahmen in Spanien

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Im Rahmen einer Großrazzia sind in Spanien mehr als 50 Verdächtige festgenommen worden. Ihnen werden Verstrickungen in Bestechungsaffären vorgeworfen.

Zu den Festgenommenen zählen nach spanischen Medienberichten mehrere Politiker und Bauunternehmer, darunter auch der ehemalige Generalsekretär der regierenden konservativen Volkspartei, Francisco Granados

Der Politiker hatte laut spanischen Tageszeitungen unter anderem ein Schwarzgeldkonto in der Schweiz mit einem Guthaben von mindestens 1,5 Millionen Euro unterhalten.

Die Existenz des Bankkontos habe Granados zunächst bestritten, später aber zugegeben.

Wegen des Skandals war Granados im Februar von allen politischen Ämtern zurückgetreten.

Jesús Posada, Präsident des spanisches Abgeordnetenhauses:

“Ich bedauere diese Vorfälle zutiefst. Sie sind nicht akzeptabel. Ich betone noch einmal, dass die Justiz zwar langsam, aber unaufhörlich arbeitet. Am Ende kommt dann alles ans Licht und das ist gut so.”

Im Rahmen der sogenannten “Operation Punica” wurden Razzien in den spanischen Städten Madrid, Murcia, Léon und Valencia durchgeführt. Betroffen waren rund 400 Banken, Versicherungen und andere Unternehmen.