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Wachstum größte Herausforderung für wiedergewählte brasilianische Staatschefin

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Wachstum größte Herausforderung für wiedergewählte brasilianische Staatschefin

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Nach der Wiederwahl von Brasiliens linker Staatschefin Dilma Rousseff sind die Kurse bei Handelsbeginn am Montag abgestürzt.

Denn das Wachstum der siebtgrößten Volkswirtschaft der Welt dümpelt vor sich hin und dürfte 2014 unter einem Prozent liegen.

Dank hoher Ausgaben konnte die Präsidentin aber offenbar viele Bürger überzeugen, sagt diese politische Beobachterin:

“Die Regierung war mit verschiedenen Problemen konfrontiert, darunter eine Wirtschaftskrise, in der es kein Wachstum mehr gab. Aber die Regierung hat es geschafft, die Arbeitlosigkeit in Grenzen zu halten. Das war eines von Rousseffs Hauptanliegen. Ich glaube, sie hat den Wählern gut vermittelt, dass wir während der weltweiten Krise gut zurechtkommen, Arbeitsplätze erhalten und den Mindestlohn anheben. Sie hat mit ihrer Art, mit der Krise umzugehen, überzeugt.”

Vor allem die Wähler in den ärmeren Landesteilen im
Nordosten folgten offenbar der Argumentation Rousseffs, dass mit
einem Machtwechsel auch die in den vergangenen Jahren
erreichten sozialen Errungenschaften in Gefahr seien.

Rousseff hatte sich sich bei der Wahl knapp gegen ihren
Mitte-Rechts-Herausforderer durchgesetzt. Das politisch gespaltene Land rief sie anschließend zu «Dialog und Einheit» auf.