Eilmeldung

Eilmeldung

Deutscher bei Überfall in Nigeria erschossen

Sie lesen gerade:

Deutscher bei Überfall in Nigeria erschossen

Schriftgrösse Aa Aa

In Nigeria sind nach Polizeiangaben bei einem bewaffneten Überfall bereits am Freitag ein Deutscher getötet und ein weiterer verschleppt worden. Deutschen Medienberichten zufolge soll es sich bei den Männern um Mitarbeiter eines Subunternehmens des deutschen Bauunternehmens Julius Berger handeln.

Die Außenminister von Deutschland und Frankreich waren am Montag nach Abuja gereist, um die Sicherheitslage in Nigeria zu diskutieren. Das Land wird seit Jahren von Anschlägen und Entführungen der Islamistengruppe Boko Haram erschüttert. Im Nordosten kontrollierte die Miliz weite Teile des Landes.

Die nigerianische Regierung verhandelt unterdessen im benachbarten Tschad weiter mit der Islamistengruppe Boko Haram über die Freilassung der im April entführten 200 Schulmädchen. In den vergangenen Tagen kam es trotz vereinbartem Waffenstillstand zu Anschlägen und weiteren Entführungen.

Der nigerianische Außenminister erklärte auf einer Pressekonferenz, dass hinter den neuen Unruhen Abtrünnige der Boko-Haram-Rebellen vermutet werden. “Sie könnten das getan haben, um die Waffenruhe zu brechen. Das wird jedoch keinen Einfluss auf die laufenden Verhandlungen haben. Wir werden uns dafür einsetzen, dass alle Entführten freikommen”, so Aminu Wali.

Der französische Außenminister erklärte daraufhin: “Wir unterstützen Sie in ihrem Kampf gegen den Terrorismus, gegen Boko Haram. Es ist ein notweniger Kampf, nicht nur für Nigeria, sondern für die ganze Region”.

Laut einem neuen Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch haben Boko-Haram-Rebellen seit 2009 mindestens 500 Mädchen und Frauen entführt.