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Flüchtlingskonferenz in Berlin: Hilferufe von Syriens Nachbarländern

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Flüchtlingskonferenz in Berlin: Hilferufe von Syriens Nachbarländern

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Syriens Nachbarländer schlagen Alarm: Mehrere Staaten und Organisationen haben die internationale Gemeinschaft eindringlich um Hilfe bei der Bewältigung des Flüchtlings-Dramas gebeten.

Auf einer Konferenz in Berlin sagte der libanesische Ministerpräsident Tammam Salam, sein Land habe die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Er rief die Weltgemeinschaft dazu auf, die finanziellen Hilfen auszuweiten und mehr Flüchtlinge aufzunehmen als bisher.

Verschiedenen Schätzungen zufolge sind seit Beginn des Bürgerkriegs vor drei Jahren zwischen drei und fünf Millionen Syrer aus ihrer Heimat geflüchtet

Nasser Judeh, Außenminister Jordaniens, erklärte:

“Wir registrieren Ermüdungserscheinungen bei der Aufnahmebereitschaft von Gastländern und zunehmende soziale Spannungen. Unsere Möglichkeiten sind erschöpft.”

Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier sicherte den betroffenen Ländern die Solidarität der internationalen Gemeinschaft zu und kündigte eine deutsche Sonderzahlung von 500 Millionen Euro für humanitäre Hilfe an.

Libanons Ministerpräsident Tammam Salam:

“Außerhalb von Flüchtlingscamps leben 85 Prozent der Syrer im Libanon in herkömmlichen Dörfern oder Städten. Viele haben kleine Unternehmen gegründet. So entstanden Bäckereien und Lebensmittelgeschäfte ohne Genehmigungen oder Lizenzen. Zum Teil besteht ein unfairer Wettbewerb mit libanesischen Händlern.”

Wachsende gesellschaftliche Spannungen im Verbund mit dem Elend in Flüchtlingscamps verschärfen die Lage speziell in Syriens Nachbarländern Türkei, Jordanien und Libanon. Durch den bevorstehenden Wintereinrbruch dürfte sich die Notlage in der Region noch weiter verschärfen.