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EU hilft beim Minenräumen in Ägypten


Ägypten

EU hilft beim Minenräumen in Ägypten

Ägypten ist eines der am stärksten verminten Länder der Welt. Rund 20 Millionen Landminen und Blindgänger liegen seit dem Zweiten Weltkrieg im Boden vergraben. Ein Großteil des gefährlichen Erbes liegt rund um die Stadt El-Alamein an der Nordküste des Landes. Jetzt beteiligt sich die Europäische Union mit sechs Millionen Dollar an der Bergung der Minen. Außerdem unterstützt sie Wirtschafts- und Entwicklungsprojekte sowie Bildungsprogramme für die Bürger, um sie für die Gefahren zu sensibilisieren.

“Es hilft, Verantwortung zu übernehmen. Nicht nur für die Entwicklung von Ägypten, sondern auch die historische Verantwortung für die Kämpfe des Zweiten Weltkriegs. Wir tun alles, was wir können, damit sich das Land vollständig erholen kann”, so James Moran, Leiter der EU-Delegation in Ägypten.

Viele der Minen liegen auf dem Schlachtfeld von El-Alamein – dem Ort, an dem die 8. britische Armee das Afrikakorps von “Wüstenfuchs” Erwin Rommel 1942 zum Rückzug nach Tunesien zwang. Lokale Initiativen in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und einigen europäischen Landern haben in den vergangenen Jahren bereits Minen geborgen.

“Die britische Regierung nimmt das Minenproblem sehr ernst. Die Minen hier in El-Alamein und Marsa Matruh sind ein tödliches Erbe des Zweiten Weltkriegs. Sie töten auch heute noch Menschen. Ich bin sehr optimistisch und voller Hoffnung, dass wir mit dieser Partnerschaft das Problem lösen können”, so John Casson, britischer Botschafter in Kairo.

Nach UN-Angaben sind bisher mehr als 8000 Menschen durch Minen und Blindgänger verletzt oder getötet worden. Tausende von Quadratkilometern des ägyptischen Territoriums können nicht genutzt werden.

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