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Finanzminister triumphieren: "Das Bankgeheimnis hat ausgedient"

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Finanzminister triumphieren: "Das Bankgeheimnis hat ausgedient"

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51 Staaten haben in Berlin ein Abkommen über den Austausch von Finanzdaten. unterzeichnet. Weitere Länder wollen später folgen – die Zahl der Befürworter ist zuletzt auf fast 100 gestiegen. Mit dem Ende des lange umstrittenen Bankgeheimnisses werden zahlreiche Steueroasen der Welt endgültig ausgetrocknet. Mit dabei sind die Schweiz, Liechtenstein und Singapur, Karibik- und Kanalinseln.

Wolfgang Schäuble, deutscher Bundesminister der Finanzen

“Ich bin zuversichtlich, dass viele Länder beschließen, sich künftig am Austausch von Informationen zu beteiligen. Lassen Sie uns nun gemeinsam weitermachen, mit einem Beitrag zu Transparenz und Fairness in unserer globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts.”

Das Bankgeheimnis in seiner alten Form habe ausgedient.

In dem Regelwerk verpflichten sich die Staaten, sich von Herbst 2017 an gegenseitig über Auslandskonten von Privatpersonen zu informieren.
Durch den automatischen Informationsaustausch soll es für Steuerbehörden einfacher werden, Geldströme ins Ausland zu kontrollieren und so Steuerflucht weiter einzudämmen.

Das Risiko, bei Steuerhinterziehung entdeckt zu werden, werde sehr groß, hofft Schäuble. Auch seien CDs mit gestohlenen Steuersünder-Daten hoffentlich bald nichts mehr wert.

Die Deutsche Steuergewerkschaft und Nicht-Regierungsorganisationen loben das
Abkommen als echten Fortschritt und Meilenstein.
Es gebe aber nach wie vor Schlupflöcher. Auch komme es am Ende auf die Umsetzung an.

Die Daten werden ab Januar 2016 für neue Konten erhoben, von September 2017 an können Länder sie austauschen.

su mit dpa