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Frankreich weist russische Meldung über Mistral-Lieferung zurück

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Frankreich weist russische Meldung über Mistral-Lieferung zurück

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Frankreich hat eine Mitteilung aus Russland über die bevorstehende Auslieferung eines Mistral-Hubschrauberträgers zurückgewiesen.

Der russische Vizeministerpräsident Dimitri Rogosin hatte am Mittwoch über Twitter ein angebliches offizielles Schreiben vom 8. Oktober präsentiert. Demnach hatte die französische Marinewerft DCNS Russland eingeladen, das Kriegsschiff Mitte November abzuholen.

Frankreich hat die Existenz des Schreibens weder bestätigt noch verneint. Im französischen Fernsehen teilte Finanzminister Michel Sapin nun jedoch mit, die Voraussetzungen für die Auslieferung des Kriegsschiffes seien nicht gegeben. Aus dem Verteidigungsministerium hieß es, die Entscheidung werde erst Mitte November gefällt.

Der Kaufvertrag über zwei französische Hubschrauberträger war schon 2011, zu Amtszeiten Nicolas Sarkozys unterzeichnet worden. Sie sind bereits zur Häfte bezahlt.

Wegen der Ukrainekrise steht Frankreich nun jedoch unter Druck, die Schiffe zurückzuhalten, trotz einer drohenden Vertragsstrafe. Im Oktober hatte Staatspräsident Francois Hollande angedeutet, man werde über die Auslieferung eines einzelnen Schiffes nachdenken, sobald sich die Lage in der Ukraine normalisiert.