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Jerusalem: Neue Gewalt nach Attentat auf jüdischen Aktivisten

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Jerusalem: Neue Gewalt nach Attentat auf jüdischen Aktivisten

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Nun ist der Tempelberg geschlossen: Nach einem Attentat auf einen jüdischen Aktivisten und der Erschießung des mutmaßlichen palästinensischen Attentäters, droht die Gewalt in Jerusalem zu eskalieren. Es kam zu Krawallen. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ordnete die Schließung der heiligen Stätte an – einen Tag vor den Freitagsgebeten. Die Polizeipräsenz wurde erhöht. Der Tempelberg ist Juden und Muslimen heilig, doch nur Muslimen ist das Gebet dort erlaubt.

Netanjahu erklärte: “Die internationale Gemeinschaft muss mit der Heuchelei aufhören und aktiv werden gegen die Anstifter, gegen die, die versuchen, den Status Quo zu ändern.” Der palästinensische Minister für Soziales Shawqi Al-Aissa warnte vor Racheakten: “Was im Moment in Jerusalem geschieht, wird natürlich eine Reaktion der Opfer hervorrufen. Sie wissen das und wollen weiter provozieren. Wir glauben, der einzige Weg ist, das Völkerrecht umzusetzen, die Besetzung zu beenden. Dies wird das Problem lösen, denn wir müssen es an der Wurzel anpacken.”

Der mutmaßliche palästinensische Attentäter soll von einem Motorrad aus vier Schüsse auf den Tempelberg-Aktivisten Yehuda Glick abgegeben haben. Er wurde anschließend von israelischen Sicherheitskräften erschossen. Glick liegt nach einer Notoperation schwer verletzt im Krankenhaus. Er will den Tempelberg für die Juden zurückerobern. Die überwiegende Mehrheit der frommen Juden betet an der Klagemauer am Fuße des Tempelberges.