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Jüdischer Aktivist in Jerusalem angeschossen

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Jüdischer Aktivist in Jerusalem angeschossen

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Ein jüdischer Aktivist ist in Jerusalem auf offener Straße niedergeschossen worden. Laut Polizei hatte ein unbekannter Motorradfahrer am Mittwochabend im Vorbeifahren das Feuer auf Yehuda Glick eröffnet. Er wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Fahndung nach dem Täter verlief zunächst erfolglos.

Der rechtsorientierte Likud-Abgeordnete Mosche Feiglin sagte Medien am Tatort: “Es handelt sich bei dieser Tat um einen Mordversuch. Ein Mordversuch auf den Leiter unserer Organisation Yehuda Glick, der das israelische Volk zum Tempelberg zurückführen will”. Glick tritt als Aktivist für einen freien Zugang der Juden zum Tempelberg ein. Als einer der umstrittensten Orte der Welt, gehört der Tempelberg zu den heiligsten Stätten für Juden und Muslime. Gebete sind dort jedoch nur Muslimen erlaubt.

Israel stand in den vergangen Tagen international in der Kritik, nachdem Premier Netanjahu den Bau von weiteren 1000 Wohnungen in Ostjerusalem angekündigt hatte. Bei einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats in New York erklärte UNO-Untergeneralsekretär für politische Angelegenheiten Jeffrey Feltman: “Das Umsetzen dieser Pläne würde erhebliche Zweifel an der Absichtserklärung Israels für dauerhaften Frieden mit den Palästinensern aufkommen lassen. Die neuen Siedlungspläne bedrohen die Existenzfähigkeit eines zukünftigen Staates Palästina”. Die israelischen Pläne sehen rund 400 Wohnungen in Homa und 600 weitere in Har Schlomo vor.