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NATO reagiert zurückhaltend auf russische Militärmaschinen

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NATO reagiert zurückhaltend auf russische Militärmaschinen

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Es ist eine auffällige Zunahme an Aktivität: Immer wieder wurden in den vergangenen Tagen russische Langstreckenbomber oder Kampfjets im internationalen Luftraum gesichtet. Die norwegische Luftwaffe veröffentlichte Videoaufnahmen von Militärmaschinen.

Doch statt mit dem Säbel zu rasseln wie vor einigen Monaten, schlägt die Nato derzeit beschwichtigendere, wenn auch weiterhin kritische Töne an.

NATO-Generalsekretät Jens Stoltenberg: “Dies ist keine Situation wie im Kalten Krieg. Aber das Verhalten Russlands hat sehr viel Vertrauen zerstört und die Uhr zurückgedreht, was die Kooperation und das konstruktivere Verhältnis zwischen Russland und der Nato betrifft, das wir seit dem Kalten Krieg und dem Fall der Mauer geschaffen hatten.”

Verteidigungsminister Sergei Schoigu zufolge hat Russland dieses Jahr gut 3000 Manöver abgehalten und dabei sogar eine atomar bestückbare Interkontinentalrakete gestartet.

Allerdings wurde auch die Zahl der Nato-Kampfjets in Osteuropa in den vergangenen Monaten verfünffacht, wie Stoltenberg zuvor erklärt hatte. Regelmäßig sind Nato-Flugzeuge zur Aufklärung und auf Patrouillenflügen in der Luft.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gab sich denn auch wenig empört. Natürlich habe es in den letzten Monaten viele Übungen und Manöver der russischen Armee gegeben, so Merkel. Akut besorgt, dass es zu ernsten Verletzungen des Luftraums kommen könnte, sei sie aber nicht.

Das Nordatlantische Verteidigungsbündnis setzt seit Monaten auf Abschreckung und baut im Osten Kapazitäten auf.

So demonstrieren derzeit beide Seiten Bereitschaft und Kontrolle – auch nach innen.