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Russland will Bashneft-Aktien beschlagnahmen

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Russland will Bashneft-Aktien beschlagnahmen

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Der russische Staat will Aktien des Ölkonzerns Bashneft aus dem Besitz von Wladimir Jewtuschenkow beschlagnahmen. Die Firma sei “unsachgemäß privatisiert worden”.

Ein Schiedsgericht Moskaus unterstützt nach Medienberichten (Reuters) die Argumentation der Staatsanwälte. Sie führen an, Bashneft sei in den frühen 2000er Jahren rechtswidrig privatisiert und anschließend im Jahr 2009 an den Mischkonzern Sistema verkauft worden.

Laut Richterin Olga Alexandrova sollen die Aktien an die staatliche russische Vermögensverwaltung Rosimushchestvo überstellt werden.

Jewtuschenkows Firma Sistema, die die Vorwürfe bestreitet, habe einen Monat Zeit für eine Berufung.

Jewtuschenkow, einer der reichsten Männer Russlands, steht unter Hausarrest. Die Sistema-Aktien haben seit Januar fast 70 Prozent ihres Wertes verloren, 7,3 Milliarden Euro.

Das Konglomerat hatte Baschneft von lokalen Behörden für knapp 2 Milliarden Euro übernommen und mithilfe moderner Bohrverfahren die Ölförderung schnell erhöht.

su mit Reuters