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Frankreich: Ausschreitungen bei Demonstrationen nach Tod eines Umweltaktivisten

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Frankreich: Ausschreitungen bei Demonstrationen nach Tod eines Umweltaktivisten

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Sechs Tage nach dem Tod des Umweltaktivisten Rémi Fraisse ist es in mehreren französischen Städten zu Ausschreitungen mit mehreren Verletzten gekommen. Vor allem in Nantes eskalierten die Proteste gegen Polizeigewalt, als Demonstranten mit Wurfgeschossen angriffen und Polizisten mit Tränengas antworteten,
wie "Le Monde" berichtet.

Augenzeugen waren fassungslos: “Es ist unglaublich, dass man so etwas in einer relativ ruhigen Stadt wie Nantes sieht, nur weil einige wenige Demonstranten nur zum Krawall machen da sind”, so ein Mann. “Ich finde es schade”, so eine Frau. “Denn wie immer ist es nur eine kleine Minderheit unter den Hunderten Leuten, die hier sind, die Ärger macht.”

Auch in Toulouse und Dijon kam es zu Ausschreitungen. Premierminister Manuel Valls verurteilte die Gewalt nachdrücklich. Sie seien eine Beleidigung für den verstorbenen Rémi Fraisse. Der legitime Ärger über die inakzeptablen Methoden der Sicherheitskräfte könne keine Gewalt rechtfertigen, kritisierte auch das Kollektiv Testet. Die Organisation kämpft gegen ein Staudammprojekt im südwestfranzösischen Departement Tarn. Fraisse starb am vergangenen Sonntag bei einer Demonstration gegen den Bau. Er wurde offenbar durch eine Polizeigranate getötet.