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NATO-Truppen proben ein Großmanöver vor der US-Küste

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NATO-Truppen proben ein Großmanöver vor der US-Küste

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Ob im Nahen Osten, in der Ukraine oder im Irak. Die globale Sicherheitslage hat sich in den vergangenen Monaten verschärft. Die NATO will angesichts dieser Krisen Präsenz zeigen und probt derzeit ein Militärmanöver vor der US-amerikanischen Atlantikküste nahe Virgina.

Die Operation mit dem Namen Bold Alligator läuft noch bis zum 10. November und bereitet die Einsatzkräfte auf verschiedene Krisenszenarien vor. Insgesamt 8000 Soldaten aus 19 europäischen, nord- und südamerikanischen Nationen nehmen an dem Manöver Teil.

Geleitet wird die Operation vom niederländischen Kommandeur Rob Kramer: “Es ist klar dass wird in einer sehr unbeständigen globalen Umgebung leben. Wir müssen auf alles vorbereitet sein. Deshalb sind wir hier, und wenn wir gebraucht werden, werden wir bereit sein.”

Greg Baker ist Kommandeur auf dem Flugzeugträger USS Arlington, der Schaltzentrale der Operation:
“Kommandeure haben jetzt mehr Flexibilität, eine Mission zu erledigen. Und das ist wunderbar, denn wenn ein Kommandeur flexibler ist, können auch wir als Untergeordnete mehr Verantwortung übernehmen.”

Die Übung konzentriert sich auf großflächige Seelandungen und probt auch den Einsatz von Unterwasser-Drohnen sowie die Stationierung von Spezialkräften von neuen Kriegsschiffen der US-Marine aus.

Offiziere nannten die Übung eine Notwendigkeit, um die Kommunikation innerhalb der multikulturellen und mehrsprachigen Koalition zu verbessern und das hohe Maß an Einsatz-Flexibilität gegen mögliche Bedrohungen zu garantieren. Die Botschaft der Allianz soll deutlich werden: Sollte es zu einem Einsatz kommen, ist das Militärbündnis gerüstet.

“Die NATO und die Koaltionstruppen üben für verschiedene Seemanöver und dazu gehören auch humanitäre Operationen und Katastrophenhilfe. Aber es ist die hohe aktuelle Bedrohungslage, die Bold Alligator zu einem entscheidenden Test für die Einsatzfähigkeit machen”, sagt Euronews-Korrespondent Stefan Grobe.