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Obrist aus der Präsidentengarde gewinnt Machtkampf in Burkina Faso

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Obrist aus der Präsidentengarde gewinnt Machtkampf in Burkina Faso

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In Burkina Faso hat sich im Machtkampf nach dem Sturz von Staatspräsident Compaoré der stellvertretende Chef der Präsidentengarde durchgesetzt. Oberstleutnant Issaac Zida hatte sich am frühen Samstagmorgen neben dem Generalstabschef zum Interimspräsidenten erklärt. Wenig später stellte sich das Militär hinter ihn: “Nachdem die militärische Hirarchie eine Übereinkunft mit dem Generalstab erzielt hat, wollen wir die Öffentlichkeit informieren, dass Oberstleutnant Yacouba Isaac Zida einstimmig zum Führer während der Übergangsperiode bestimmt wurde, die durch den Abgang von Präsident Blaise Compaoré eingeleitet wurde”, erklärte General Pnigrenoma Zagre.

Der gestürzte Langzeitpräsident Blaise Compaoré soll sich mit seiner Familie und Entourage in der Elfenbeinküste in einem Ferienkomplex an der Atlantikküste bei Abidjan aufhalten.

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Der im Machtkampf unterlegene Generalstabschef General Honoré Traoré galt als enger Vertrauter Compaorés.

Die Lage in der Hauptstadt Ouagadougou ist ruhig. Soldaten, die zu Zida halten, kontrollieren die Straßen. Am Morgen, kurz vor der Rundfunkansprache Zidas kam es zu einem kurzen, heftigen Gefecht beim Präsidentenpalast.

Der mehr als zwei Jahrzehnte herrschende Compaoré hatte am Freitag nach Massenprotesten seinen Rücktritt erklärt. Sein Wunsch nach einer weiteren Amtszeit hatte die Proteste ausgelöst.

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Radio Omega FM Ouaga 103.9