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Weltklimarat drängt zu sofortigem Handeln

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Weltklimarat drängt zu sofortigem Handeln

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Der Weltklimarat hat zu entschlossenem Einschreiten gegen den Klimawandel aufgerufen.

Im Abschlussbericht des Gremiums heißt es, nur bei sofortigem Handeln könne eine tiefgreifende und unumkehrbare Veränderung des Erdklimas zu verhindert werden.

Der Mensch sei sehr wahrscheinlich der Hauptverursacher des derzeitigen Klimawandels, die Auswirkungen könne man in allen Erdteilen der Welt beobachten, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon.

“Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird es unmöglich, einen Anstieg der Temperaturen um zwei Grad Celsius in den kommenden zehn Jahren zu verhindern. Selbst wenn die Emissionen morgen aufhören würden, müssten wir mit einem gewissen Klimawandel leben. Die gute Nachricht aber ist, dass wir dennoch die Möglichkeiten haben, eine bessere und nachhaltigere Welt zu gestalten – wenn wir sofort und entschieden handeln.”

Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass eine Verringerung des Ausstoßes der Treibhausgase in den kommenden 35 Jahren um bis zu 70 Prozent nötig sei – bis zum Jahr 2100 sei sogar eine Reduzierung auf Null nötig. Dafür sei es erforderlich, von fossilen Energiequellen wie Öl, Gas und Kohle auf Energie aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind und Wasser umzustellen und den Energieverbrauch deutlich zu senken.

Sollte der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen wie Kohlendioxid nicht drastisch reduziert werden, drohe eine weitere Erwärmung um bis zu vier Grad. Damit verbunden sei die Zunahme extremer Wetterphänomene wie Stürmen, Hitzeperioden und Überschwemmungen.

Der Bericht fasst die Ergebnisse der drei vorherigen Teilberichte zusammen, die von September 2013 bis zum April dieses Jahres nach und nach vorgestellt worden waren.