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Burkina Faso: Schüsse am Sitz des Staatsfernsehens

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Burkina Faso: Schüsse am Sitz des Staatsfernsehens

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In Burkina Faso hat die Armee in der Hauptstadt Ouagadougou mehrere Protestkundgebungen der Opposition aufgelöst.

Am Sitz des staatlichen Fernsehens gaben Soldaten Warnschüsse ab. Meldungen über Verletzte gab es nicht.

Zuvor waren zahlreiche Menschen durch Stadt gezogen und hatten unter anderem auf einem zentralen Platz der Hauptstadt demonstriert. Ihr Protest richtete sich gegen die Machtübernahme des Militärs. Die Demonstranten forderten freie und faire Präsidentenwahlen in dem westafrikanischen Land.

Später waren zwei Oppositionsführer zum Staatsfernsehen gezogen. Sie wollten in einer Rundfunkansprache ihren Anspruch auf die Macht unterstreichen. Das Militär ließ den Sender räumen. Für mehrere Stunden war das Programm unterbrochen.

Kommissarischer Staatschef in Burkina Faso ist der bisherige Vize-Kommandeur der Präsidialgarde, Isaac Zida. Er hatte in einer Rundfunkansprache Wahlen innerhalb von drei Monaten angekündigt.

Der bisherige Präsident Compaoré war am vergangenen Freitag nach tagelangen Protesten zurückgetreten. Er war fast 30 Jahre lang an der Macht und wollte die Verfassung ändern, um eine weitere Amtszeit zu regieren. Er verließ Burkina Faso inzwischen und soll sich im Nachbarland Elfenbeinküste aufhalten.

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