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Flüchtlingsdrama am Bosporus

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Flüchtlingsdrama am Bosporus

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Beim Untergang eines Flüchtlingsboots vor der Küste Istanbuls sind mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Sechs Menschen konnten gerettet werden. An Bord des Schiffes sollen sich 43 Menschen befunden haben. Die geborgenen Leichen und die Schiffbrüchigen wurden nach Rumeli Feneri am nördlichen Eingang zum Bosporus gebracht.

“Zwei oder drei Fischkutter fanden einige Leichen. Sie übergaben sie der Küstenwache. Wir haben auch gesucht, aber wir fanden nur einige Rettungswesten, aber keine Leichen. Es heißt, das Boot sei neun oder zehn Meter lang gewesen. Wie können da 40 Menschen drin sein? Wer immer dafür verantwortlich war, weiß nicht, wie schwierig das Schwarze Meer sein kann. Wer das weiß, kommt nicht in diese Gegend”, meint ein Fischer.

Die Flüchtlinge sollen den Schleusern 7.000 Euro für die Überfahrt nach Rumänien gezahlt haben. Viele Flüchtlinge vor allem aus Syrien und Afghanistan versuchen, über Türkei in die Europäische Union zu gelangen. Schärfere Kontrollen zwingen sie auf das Schwarze Meer auszuweichen.

“Der Traum der Flüchtlinge endete mit einer Katastrophe. Ihr kleines Boot sank vor Istanbul. Die Rettungsoperation wird fortgesetzt und man versucht die Leichen zu identifizieren”, berichtet der euronews-Korrespondent.